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28.05.2019

Eurythmieprojekt „Frieden braucht Mut“ in Kassel

Zum 100-jährigen Bestehen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Gemeinsam für den Frieden

Krieg ist immer mit unvorstellbar großem Leid und oft mit schlimmsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit verbunden. Gerade der Zweite Weltkrieg hinterließ unfassbares Entsetzen, millionenfachen Tod, Trauer und einen verwüsteten Kontinent.


Nicht nur die Waldorfschulen und das Bauhaus feiern in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen, sondern auch der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (Volksbund).

Der Volksbund wurde am 16. Dezember 1919 gegründet und ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit humanitärem Auftrag. Er erhält und betreut ausländische Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft aus beiden Weltkriegen.

Seit 1953 führt der Volksbund internationale Jugendbegegnungen und Workcamps unter dem Motto "Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden" in ganz Europa durch.

Die Bildungsreferentinnen und -referenten in den Landesverbänden arbeiten mit Schulen und Hochschulen zusammen und führen Projekte auf Kriegsgräberstätten im In- und Ausland durch.

 

Friedenspolitische Projekte in ganz Europa

In den vier Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten des Volksbundes in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland finden junge und erwachsene Menschen optimale Rahmenbedingungen für friedenspädagogische Projekte auf den dortigen Kriegsgräberstätten vor. Rund 20 000 Jugendliche und junge Erwachsene nutzen jährlich diese Angebote.

 

Die Generalsekretärin des Volksbundes, Frau Daniela Schily, ehemalige Schülerin der Waldorfschule in Bochum-Langendreer, organisiert zu diesem Anlass ein großes Jubiläumsfest vom 16.6. – 23.6.2019 in Kassel. Hochrangige Politiker aus Europa sind an dieser Planung beteiligt gewesen.

Frau Schily hatte die Idee, dieses Fest durch eine große Eurythmie-Performance mit jungen Menschen, denen der Frieden und das Verständnis füreinander ein Anliegen ist, zu bereichern und ist an Herrn Gilardis und Frau Bährs ehemalige Eurythmie-Dozentin, Charlotte Frisch, mit der Bitte der Organisation herangetreten.

Die befreundeten Eurythmiekollegen der Waldorfschulen in Essen, Mülheim und Bochum-Langendreer haben sich zusammengefunden, um dieses Projekt mit freiwilligen Schülern der jeweiligen Oberstufen auf den Weg zu bringen.

Sowohl Frau Schily und Frau Frisch waren im Februar 2019 in allen drei Schulen zu Gast und haben den Schülern das Projekt und dessen Intention nahegebracht.

65 Oberstufenschüler der Rudolf-Steiner-Schule zeigten sich begeistert und proben seit geraumer Zeit innerhalb des Unterrichts die groß angelegte Performance. Die Messe Essen wollte dieses Projekt gerne unterstützen und hat uns dankenswerterweise ihr Parkplatzgelände für die Gesamtproben zur Verfügung gestellt. Und inzwischen haben bereits zwei Gesamtproben auf dem Parkplatzgelände der Essener Messe stattfinden können.

Am Freitag, den 21. Juni werden um die 150 Schüler aller drei Schulen nach Kassel fahren, dort übernachten und nach der Aufführung am Samstag wieder zurückreisen.

Die Eurythmieperformance wird auf dem Königsplatz in Kassel stattfinden.

 

Der Link zur Seite des Volksbundes zu diesem Event ist dieser:

 https://www.100-jahre-volksbund.de/event/

  Zu Lesen steht dort:

 „Frieden braucht Mut“: Unter dem Motto der 100-Jahr-Feier haben sich Schülerinnen und Schüler aus drei Waldorfschulen in Nordrhein-Westfalen auf künstlerische Weise mit der Arbeit des Volksbundes als Akteur der Erinnerungs- und Gedenkkultur beschäftigt. Das Resultat: eine Choreografie in Kreuzform als Zeichen des Todes, aber auch der Menschlichkeit und des Lebens. In eurythmisch bewegten Formen werden etwa 200 Jugendliche inmitten des alltäglichen Treibens auf dem gesamten Königsplatz eine Vorstellung geben, die am Schluss in die musikalische Intonierung der Europa-Hymne „Freude schöner Götterfunken“ mündet und zum Mitsingen auffordert.

Ziel der Bewegungsperformance ist es einerseits, ein mutiges Zeichen für den Frieden zu setzen, andererseits den Zuschauern ausdrucksstark die Motive Leben, Schmerz, Tod, Trauer nahezubringen. Die künstlerische Leitung dieses Projekts unterliegt der Züricher Tänzerin, Choreografin und Dozentin Charlotte C. Frisch. Unterstützt wird sie von Lehrerinnen und Lehrern der beteiligten Schulen.

 

 

Pressemitteilung des Volksbundes

Das bewegte Kreuz – ein Kreuz, das bewegen soll

Bewegungsperformance auf dem Königsplatz in Kassel

Ein überdimensionales Kreuz, geformt aus 150 jungen Menschen. Ein Kreuz, das sich auflöst, in weiche, runde Formen verwandelt und wieder zu einem Kreuz wird. Es sind eindrückliche Bilder und Momente, die die Passanten am Samstag, 22. Juni, von 15.30 Uhr an auf dem Königsplatz erwarten. Am Finalwochenende der „Woche der Begegnung“, mit der der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sein 100-jähriges Jubiläum in Kassel begeht, steht ein in dieser Form noch nicht da gewesenes Tanz-Event auf dem Programm.

Unter dem Motto „Frieden braucht Mut“ hat die Zürcher Choreografin Charlotte C. Frisch mit 150 Schülerinnen und Schülern eine weitläufige Performance einstudiert, die nach und nach, künstlerisch, dynamisch und friedvoll, den 80 Meter breiten Königsplatz erobern wird. Die jungen Menschen, schwarz und blau gekleidet, betreten den zentralen Platz aus den sechs breiten Straßen kommend, die zum Königsplatz führen.

„Wichtig ist uns, dass es keine Profis sind, sondern junge Menschen, die die Zukunft symbolisieren“, sagt Dozentin Frisch, die schon auf Parkplätzen im Ruhrgebiet die komplexe Choreographie einstudieren ließ. „Wir werden die Menschen freundlich an den Zuschauerrand bitten“, so Frisch, Bläser sollen dabei mit Signalen für die nötige Aufmerksamkeit sorgen. Von den Rändern zum Zentrum gehend werden die jungen Tänzer – 150 Schülerinnen und Schüler aus drei Waldorfschulen in Nordrhein-Westfalen – die unterschiedlichsten Formen und Muster bilden, Wirbel, Rollen, Spiralen. „Im Zentrum steht das Kreuz“, sagt Volksbund-Generalsekretärin Daniela Schily, schließlich sei es das Symbol der Deutschen Kriegsgräberfürsorge. Aber das Kreuz sei eben nicht nur ein strenges und unerbittliches Zeichen des Todes, sondern auch „Auferstehung und Menschengestalt“, fügt Charlotte C. Frisch hinzu. Deshalb werde der Königsplatz eine lebendige und kraftvolle Performance erleben, die am Ende hoffnungsvoll das Motto des Volksbundes „Frieden braucht Mut“ verkörpere. „Wenn es uns und den Jugendlichen gelingt, im Kreuz zu stehen, die Arme weit geöffnet, dann glaube ich, dass es allen etwas sagen kann, das nicht alltäglich ist“, ist sich die Choreografin sicher. Spätestens, wenn am Ende der knapp 40-minütigen Inszenierung weiße Fahnentücher durch die Menge wehen, kräftige Trompetensignale über den Königsplatz schallen und Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Passanten die Europa-Hymne „Freude schöner Götterfunken“ anstimmen, dürfte Kassels City für einen Moment innehalten.

Pressemitteilung

Copyright: Harald John (Volksbund)

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