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Häufig gestellte Fragen

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Wenn ich mein Kind an der Essener Waldorfschule anmelden will: Nach welchen Kriterien wird über die Aufnahme entschieden?

Entschieden wird nach dem Ergebnis des Aufnahmegesprächs und der Überprüfung der Schulfähigkeit. Sollten zu viele geeignete Kinder angemeldet sein, werden Kinder bevorzugt, die schon Geschwister an der Schule oder den Waldorfkindergarten besucht haben. Danach entscheidet das Datum der Anmeldung. Keine Bedeutung für die Aufnahme hat (entgegen anders lautenden Gerüchten) das Einkommen der Eltern oder deren weltanschauliche Ausrichtung.

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Warum werden Elternbeiträge verlangt?

Elternbeiträge sind für die Finanzierung unserer Schule unverzichtbar. Das Land NRW übernimmt beispielsweise für die Rudolf-Steiner-Schule nur 87 Prozent der Kosten, die restlichen 13 Prozent müssen auf andere Weise – eben durch Elternbeiträge – finanziert werden. 

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Wie hoch sind die Elternbeiträge?

Die Höhe der jeweiligen Elternbeiträge richtet sich nach dem Einkommen der Familie.

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Können auch Schüler aus höheren Klassen an die Waldorfschule wechseln?

Ja, auch ein Wechsel aus höheren Klassen ist möglich. Letztlich wird eine Aufnahme davon abhängen, ob das Lehrerkollegium den Eindruck hat, dass der Schüler die Fähigkeit und die Bereitschaft hat, sich auf die Bedingungen unserer Schule einzulassen.

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Können nur künstlerisch begabte Kinder eine Waldorfschule besuchen?

Nein. Der künstlerisch-handwerkliche Unterricht hat für uns zwar einen hohen Wert. Dabei geht es uns aber nicht darum, Ausnahmetalente heranzuziehen, unser Ziel ist es vielmehr, die vorhandenen handwerklichen und künstlerischen Begabungen jedes Kindes zu wecken und zu fördern.

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Kann mein Kind vor einem Wechsel an die Waldorfschule im Unterricht hospitieren?

Ja. Allerdings nur nach Absprache mit dem Klassenlehrer bzw. Klassenbetreuer.

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Stimmt es, dass hauptsächlich Kinder mit Lernschwierigkeiten die Waldorfschule besuchen?

Nein. Als Gesamtschule eigener Art unterrichten wir unterschiedlich talentierte Schüler. Für Schüler mit speziellem Förderbedarf gibt es auf dem Schulgelände zwei Waldorf-Förderschulen: die Parzival-Schule und deren Heliand-Zweig.

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Was hat es mit den drei Schulzweigen auf sich?

Die Freie Waldorfschule Essen ist gegliedert in drei Schulzweige in separaten Gebäuden auf einem gemeinsamen Grundstück:

  1. Die Rudolf-Steiner-Schule, eine Gesamtschule eigener Art, die bis zur Fachoberschulreife und zum Abitur führt.
  2. Die Parzival-Schule, eine Förderschule mit den Förderschwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung sowie Lernen.
  3. Deren Heliand-Zweig, eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.
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Wie hält es die Freie Waldorfschule Essen mit der Inklusion?

Inklusion heißt Einschließung, Einbeziehung, Teilhaben-Lassen. In der Pädagogik ist damit das gemeinsame Leben und Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung gemeint. Wir sind allerdings der Überzeugung, dass Kinder mit Behinderungen bei ihrer gleichberechtigten Ausbildung neben dem Recht auf spezielle Fördermaßnahmen auch ein Recht auf Schutz und Geborgenheit haben. Wir bieten deshalb auf unserem gemeinsamen Gelände zwar zahlreiche Möglichkeiten zur Begegnung für alle Schüler etwa in den Pausen, bei Schulfesten oder bei ausgewählten Projekten, der eigentliche Unterricht findet aber in den separaten Gebäuden der drei Schulzweige statt.

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Wie groß sind die Klassen?

Die Klassen der Rudolf-Steiner-Schule haben im Durchschnitt 35 Schüler. Diese werden aber nur im Hauptunterricht (7.50 Uhr bis 9.40 Uhr) gemeinsam unterrichtet. In den folgenden Fachstunden sind die Klassen in zwei, teilweise auch in drei Gruppen geteilt.

Die Klassen der beiden Förderschulen sind mit höchstens 15 (Parzival-Schule) bzw. 8 Schülern (Heliand-Zweig) deutlich kleiner.

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Warum wird an der Rudolf-Steiner-Schule Russisch unterrichtet?

Beim Angebot an Fremdsprachen kam es uns darauf an, den Schülern neben  einer westlichen auch eine östliche Sprache nahezubringen und so den Blick für zwei  verschiedene Kulturen zu öffnen. 

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Gibt es eine Alternative zu Russisch?

In den ersten acht Jahren nicht. Danach kann ab der 9. Klasse Latein, ab der 11. Klasse Spanisch gewählt werden.

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Funktioniert das, wenn der Klassenlehrer von der 1. bis zur 8. Klasse alle wichtigen Fächer selbst unterrichtet?

Unserer Erfahrung nach ja. Es ist eine Herausforderung für den Klassenlehrer, aber das intensive Vertrauensverhältnis und die besondere Unterrichtsatmosphäre, die aus dieser achtjährigen Verbundenheit erwachsen, sind die Mühe wert. 

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Ist es möglich, Kinder ohne Noten und Sitzenbleiben zum Lernen zu bewegen?

Ja. Das geschieht bei uns jeden Tag. Aber es ist nicht immer leicht für die Lehrer. Dass es funktioniert, beweist uns die Zufriedenheit unserer Schüler und nicht zuletzt deren Erfolg bei den mittleren Schulabschlüssen und beim Abitur.

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Vermittelt die Waldorfschule den Kindern nicht fälschlicherweise das Bild einer heilen Welt? Sollten die Kinder die harte Realität nicht so früh wie möglich kennen lernen?

Tatsächlich bemühen wir uns unsere Schüler in einer Umgebung aufwachsen zu lassen, die geprägt ist von Schönheit, Geborgenheit und Vertrauen in die Zukunft. Deswegen blenden wir die Außenwelt aber nicht aus. Wir sind vielmehr überzeugt, dass die Kinder auf diese Weise umso mehr Kraft und Selbstvertrauen entwickeln, sich den Herausforderungen der Realität zu stellen. 

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Kommt bei so viel künstlerisch-handwerklichem Unterricht die Vorbereitung auf die staatlichen Abschlüsse nicht zu kurz?

Nein. Die Noten unserer Schüler auf den Abschlusszeugnissen der 11. und 13. Klassen beweisen es. Seit Einführung der zentralen Prüfungen liegen sie in jedem Jahr mindestens im Bereich des Landesdurchschnitts, teilweise auch darüber.

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Welchen Stellenwert hat der naturwissenschaftliche Unterricht? Wird auch Informatik unterrichtet?

Der naturwissenschaftliche Unterricht hat an unserer Schule eine große Bedeutung: Bis zur 12. Klasse wird sowohl Biologie als auch Chemie und Physik in eigenen Epochen unterrichtet. Und auch Informatik gehört zum Lehrplan der Oberstufe.

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Welche Abschlüsse können die Schüler an der Waldorfschule erwerben?

An der Rudolf-Steiner-Schule erwerben die Schüler im Regelfall die Fachoberschulreife und/oder das Abitur, an der Parzival-Schule kann der Hauptschulabschluss oder (im Ausnahmefall) die Fachoberschulreife erworben werden.

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Wird mein Kind in der Waldorfschule weltanschaulich beeinflusst?

Wenn mit der Frage gemeint ist: Wird mein Kind zum Anthroposophen erzogen?, ist die Antwort nein. Anthroposophie ist kein Lehrfach an Waldorfschulen. Trotzdem gibt es an unserer Schule klare Leitlinien: Wir erziehen unsere Schüler im Sinne aufgeklärt-christlicher Wertvorstellungen zu Selbstbestimmung, Toleranz und sozialem Engagement.

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Wer war Rudolf Steiner?

Rudolf Steiner gründete 1919 in Stuttgart die erste Waldorfschule als Werksschule einer Zigarettenfabrik.

Rudolf Steiner wurde 1861 in Kraljevec im heutigen Kroatien geboren und studierte ab 1879 in Wien Natur- und Geisteswissenschaften. Er beschäftigte sich intensiv mit den Werken Goethes, Fichtes und Nietzsches und setzte sich auch mit der Mystik der Theosophie auseinander. Für kurze Zeit arbeitete er am Goethe-und-Schiller-Archiv in Weimar und unterrichtete Arbeiter an der Berliner Arbeiterbildungsschule. Ab 1902 entwickelte er die Anthroposophie (griech.:  anthropos = Mensch, sophia = Weisheit) als eigenständige Geisteswissenschaft, in der er eigene Beobachtungen und Erkenntnisse mit Naturwissenschaft, christlichem Gedankengut und fernöstlichen Weisheitslehren zu verbinden suchte, und gewann damit eine rasch wachsende Anhängerschaft. Seine Auffassung von den drei Wesensgliedern des Menschen (Leib, Seele, Geist) wurde richtungsweisend auch für den Unterricht an Waldorfschulen, der die Entwicklung aller drei Wesensglieder gleichermaßen fördert.

Steiner war zweimal verheiratet (seine erste Frau starb 1911), blieb aber kinderlos. In seiner zweiten Lebenshälfte lebte er vorwiegend in Berlin, seit 1914 auch in Dornach (Schweiz), das zum Zentrum der anthroposophischen Bewegung wurde. Daneben war er europaweit als Vortragsredner unterwegs. Er veröffentlichte 24 Bücher und zahlreiche kürzere Schriften und hielt rund 6000 Vorträge. Die Gesamtausgabe seiner Werke umfasst heute etwa 350 Bände. Er starb 1925 in Dornach nach längerer Krankheit.

Seine Arbeit hat in vielen Bereichen anregend gewirkt: neben der Pädagogik etwa in der Landwirtschaft, der Medizin, der Architektur, der Kunst und im Wirtschafts- und Sozialwesen. Seine Anthroposophie wollte er stets als Wissenschaft und nicht als dogmatische Glaubenslehre verstanden wissen und durch sie Anregungen geben zum eigenen Forschen und Denken.